Sandra Kallisch-Puchelt: Digitalisierung und Glasfaser in der Mecklenburgischen Seenplatte

Thema 9 · Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 · Mecklenburgische Seenplatte

Digitalisierung: Glasfaser und moderne öffentliche Dienste in der Seenplatte voranbringen

Digitale Infrastruktur kann Entfernungen überbrücken, Unternehmen stärken und öffentliche Dienste leichter erreichbar machen. Entscheidend ist, dass aus verlegten Glasfaserkabeln ein tatsächlicher Nutzen entsteht.

In einer großen Flächenregion wie der Mecklenburgischen Seenplatte besitzt Digitalisierung eine besondere Bedeutung. Schnelles Internet kann Homeoffice ermöglichen, Unternehmen neue Märkte eröffnen, Schulen beim digitalen Lernen unterstützen und Verwaltungswege verkürzen. Telemedizin und digitale Beratung können zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Gleichzeitig gilt: Technik allein löst kein strukturelles Problem. Sie muss zuverlässig funktionieren, leicht nutzbar sein und durch analoge Angebote ergänzt werden.

Sandra Kallisch-Puchelt kandidiert auf Platz 49 der SPD-Landesliste und wird regional der Mecklenburgischen Seenplatte zugeordnet. Eine detaillierte eigene Digitalisierungsagenda der Kandidatin für die Landtagswahl 2026 konnte in den geprüften aktuellen Quellen nicht festgestellt werden.

Mehr als 2.600 Kilometer Glasfaser in fünf Projektgebieten

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte meldete im Mai 2026 den Abschluss des geförderten Breitbandausbaus in fünf Projektgebieten. Nach Angaben des Landkreises wurden mehr als 2.600 Kilometer Glasfaser verlegt und über 16.000 Anschlüsse erstellt. Darunter waren 471 Gewerbestandorte und 21 Schulen. Das Projekt wurde von Bund und Land gefördert.

Diese Zahlen zeigen die Größenordnung des Ausbaus. In einer Region mit vielen kleinen Orten und langen Strecken ist der Aufbau eines Glasfasernetzes technisch und wirtschaftlich anspruchsvoll. Gleichzeitig ist leistungsfähiges Breitband heute ein wesentlicher Standortfaktor.

Bürgerinnen und BürgerDigitale Dienste können Wege sparen, Informationen leichter zugänglich machen und Arbeiten von zu Hause ermöglichen.
UnternehmenGlasfaser schafft Voraussetzungen für Cloud-Dienste, digitale Produktion, Onlinehandel und neue Geschäftsmodelle.
SchulenEin leistungsfähiger Anschluss ist eine Grundlage für digitale Lernplattformen, ersetzt aber weder Geräte noch pädagogische Konzepte.
VerwaltungOnline-Verfahren können Anträge vereinfachen, wenn sie verständlich, barrierearm und zuverlässig gestaltet werden.

Glasfaser ist Infrastruktur – nicht automatisch Digitalisierung

Ein Hausanschluss allein garantiert noch keinen digitalen Fortschritt. Entscheidend ist, ob Haushalte den Anschluss tatsächlich nutzen können, ob Unternehmen passende Anwendungen einsetzen und ob öffentliche Einrichtungen digitale Prozesse sinnvoll gestalten. Deshalb beginnt nach dem Netzausbau die nächste Aufgabe: Aus Infrastruktur müssen funktionierende Anwendungen werden.

Für Schulen bedeutet dies beispielsweise, dass neben Bandbreite auch Endgeräte, sichere Netze, technischer Support und Fortbildung gebraucht werden. Für Unternehmen können Beratung und digitale Kompetenzen wichtig sein. Für Bürger zählt, ob Online-Dienste einfach genug sind, um tatsächlich Zeit zu sparen.

Waren fragt seine Bürger zur Digitalisierung

Die Stadt Waren (Müritz) weist aktuell auf ihrer Startseite auf eine Bürgerbefragung zur Digitalisierung hin. Das zeigt einen wichtigen Punkt: Digitalisierung sollte sich an konkreten Bedürfnissen orientieren. Bürger erleben Verwaltung über Terminvergaben, Anträge, Bescheide, Informationen und Erreichbarkeit.

Ein guter digitaler Dienst sollte verständlich sein, auf dem Smartphone funktionieren und möglichst wenige Daten mehrfach abfragen. Gleichzeitig muss es Wege für Menschen geben, die digitale Angebote nicht nutzen können oder wollen. Digitalisierung sollte analoge Erreichbarkeit nicht einfach abschaffen.

Digitale Daseinsvorsorge im ländlichen Raum

Besonders im ländlichen Raum kann Digitalisierung Entfernungen verringern. Ein Verwaltungsantrag muss dann nicht zwingend mit einer längeren Fahrt verbunden sein. Eine Videosprechstunde kann bei geeigneten medizinischen Anliegen Wege sparen. Unternehmen können Beschäftigten flexiblere Arbeitsmodelle anbieten. Weiterbildungen können online verfügbar sein.

Doch digitale Angebote funktionieren nur dann sozial gerecht, wenn Zugang und Kompetenz vorhanden sind. Ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Personen mit wenig technischer Erfahrung dürfen nicht ausgeschlossen werden. Barrierefreiheit, verständliche Sprache, Beratung und alternative Zugangswege gehören deshalb zu einer modernen Digitalstrategie.

Digitalisierung kann Fachkräftepolitik unterstützen

Für die Seenplatte ist schnelles Internet auch ein Instrument der Standortpolitik. Beschäftigte in digitalen Berufen können teilweise unabhängig vom Unternehmenssitz arbeiten. Das eröffnet Chancen für Menschen, die gern ländlich leben möchten, aber für Arbeitgeber außerhalb der Region tätig sind.

Das bedeutet nicht, dass Homeoffice die regionale Wirtschaft ersetzt. Vielmehr kann digitale Arbeit zusätzliche Nachfrage für Wohnen, Dienstleistungen, Kultur und Gastronomie schaffen. Voraussetzung sind neben Internet weiterhin gute Schulen, Gesundheitsversorgung, Mobilität und attraktive Orte.

Datensicherheit und Vertrauen gehören dazu

Je mehr Prozesse digital werden, desto wichtiger werden Datenschutz, IT-Sicherheit und Ausfallsicherheit. Kommunen und öffentliche Einrichtungen verarbeiten sensible Daten. Bürger müssen darauf vertrauen können, dass ihre Informationen geschützt sind. Gleichzeitig dürfen Sicherheitsanforderungen digitale Verfahren nicht so kompliziert machen, dass sie kaum nutzbar sind.

Auch für kleinere Kommunen kann dies eine Herausforderung sein, weil spezialisiertes IT-Personal knapp ist. Zusammenarbeit, gemeinsame Plattformen und standardisierte Verfahren können helfen. Landespolitik kann hier eine koordinierende Rolle spielen.

Frage an Sandra Kallisch-Puchelt Welche nächsten Schritte sollte Mecklenburg-Vorpommern gehen, damit aus dem Glasfaserausbau in der Seenplatte ein wirklicher digitaler Standortvorteil für Bürger, Schulen, Unternehmen und Kommunen wird?

Vier Aufgaben nach dem Netzausbau

Lücken schließenWie können verbleibende unterversorgte Standorte wirtschaftlich und technisch sinnvoll erschlossen werden?
Verwaltung verbessernWie werden digitale Anträge so gestaltet, dass sie Prozesse wirklich vereinfachen?
Kompetenzen stärkenWie erhalten Schulen, Unternehmen, Verwaltungen und Bürger Unterstützung beim sicheren Einsatz digitaler Technik?
Barrierefreiheit sichernWie bleiben öffentliche Dienste auch für Menschen zugänglich, die digitale Angebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen können?

Die Kandidatin und das Thema Digitalisierung

Die regionalen Breitbandprojekte und kommunalen Digitalisierungsprozesse sind keine Projekte Sandra Kallisch-Puchelts. Sie werden als aktuelle Beispiele genutzt, weil sie die politische Frage greifbar machen. Welche Schwerpunkte sie bei digitaler Verwaltung, Breitband, Bildung oder digitaler Wirtschaft setzen würde, sollte von ihr selbst beantwortet werden.

Sollte sie über die SPD-Landesliste ein Mandat erhalten, wäre relevant, wie sie die besonderen Anforderungen eines Flächenlandkreises in landespolitische Digitalisierungsentscheidungen einbringen möchte.

Einordnung: Diese Landingpage ist Teil eines privaten Unterstützungsprojekts. Die Angaben zum Breitbandausbau und zur Warener Bürgerbefragung stammen aus aktuellen offiziellen Quellen. Sie werden nicht als persönliche Erfolge der Kandidatin ausgegeben.

FAQ zur Digitalisierung

Wie viel Glasfaser wurde verlegt?

Der Landkreis nennt mehr als 2.600 Kilometer Glasfaser in fünf Projektgebieten.

Wie viele Anschlüsse wurden erstellt?

Über 16.000 Anschlüsse, darunter für 471 Gewerbestandorte und 21 Schulen.

Warum reicht Glasfaser allein nicht?

Weil zusätzlich Anwendungen, Geräte, Kenntnisse, IT-Sicherheit und gute Prozesse benötigt werden.

Was macht Waren beim Thema Digitalisierung?

Die Stadt weist aktuell auf eine Bürgerbefragung zur Digitalisierung hin.

Hat Sandra Kallisch-Puchelt eine konkrete Digitalisierungsagenda veröffentlicht?

In den geprüften Quellen wurde keine detaillierte aktuelle persönliche Agenda festgestellt.

Wann ist die Landtagswahl?

Am 20. September 2026.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

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