Sandra Kallisch-Puchelt: Ausbildung und Fachkräfte in der Mecklenburgischen Seenplatte
Thema 4 · Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 · Mecklenburgische Seenplatte
Ausbildung und Fachkräfte: Jungen Menschen in der Mecklenburgischen Seenplatte Perspektiven geben
Ausbildung entscheidet darüber, ob junge Menschen in der Region eine Zukunft sehen und ob Betriebe, Verwaltungen, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und touristische Unternehmen genügend Fachkräfte finden.
Die Mecklenburgische Seenplatte braucht junge Menschen, die hier lernen, eine Ausbildung beginnen, ihre Fähigkeiten entwickeln und anschließend berufliche Perspektiven finden. Für einen Flächenlandkreis ist das anspruchsvoll: Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe und Wohnorte liegen teilweise weit auseinander. Deshalb hängt eine erfolgreiche Ausbildungspolitik nicht nur von guten Lehrplänen und engagierten Betrieben ab, sondern ebenso von Mobilität, Wohnmöglichkeiten, Beratung, digitaler Infrastruktur und der Attraktivität des Lebensumfelds.
Bei Sandra Kallisch-Puchelt gibt es einen konkreten beruflichen Bezug. Das Kurzentrum Waren (Müritz) führt sie aktuell als Direktionsassistentin. Auf der Teamseite beschreibt sie ausdrücklich, dass sie Auszubildende im Beruf Hotelfachmann beziehungsweise Hotelfachfrau begleitet. Das ist ein belegter Einblick in praktische Ausbildungsarbeit. Daraus wird keine umfassende bildungspolitische Position abgeleitet.
Berufliche Schulen in der Region
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte listet mehrere berufliche Schulstandorte. Dazu gehören das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz am Standort Waren mit Außenstelle Malchin, die Berufliche Schule Malchow, die Berufliche Schule des Landkreises am Standort Neustrelitz mit Außenstelle Demmin sowie berufliche Bildungszentren in Neubrandenburg für Gesundheit, Sozial- und Sonderpädagogik, Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung.
Die Verteilung der Standorte macht deutlich, warum Erreichbarkeit wichtig ist. Wer in einem kleineren Ort lebt, muss möglicherweise täglich oder blockweise längere Wege zurücklegen. Der Landkreis weist deshalb auch Internatsangebote für verschiedene berufliche Schulstandorte aus, darunter Waren, Malchin, Neustrelitz, Demmin und Neubrandenburg.
71 TOP-Ausbildungsbetriebe im Jahr 2026
Im Juni 2026 zeichnete die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern erneut Unternehmen als „TOP-Ausbildungsbetrieb 2026“ aus. Der Landkreis berichtete, dass 71 Unternehmen diese Auszeichnung erhielten. Auch die Kreisverwaltung präsentiert sich aktuell als TOP-Ausbildungsbetrieb 2026. Solche Auszeichnungen zeigen, dass viele Arbeitgeber erheblich in die Qualität beruflicher Ausbildung investieren.
Für die politische Debatte reicht es jedoch nicht, gute Beispiele zu würdigen. Entscheidend ist, wie mehr Betriebe ausbilden können, wie Ausbildungsabbrüche vermieden werden, wie kleinere Unternehmen bei Organisation und Nachwuchsgewinnung unterstützt werden und wie Jugendliche passende Berufe kennenlernen.
Berufsorientierung beginnt vor dem Ausbildungsvertrag
Viele Jugendliche müssen aus einer großen Zahl möglicher Berufe auswählen. Gleichzeitig suchen Betriebe Nachwuchs in Berufen, die jungen Menschen teilweise kaum bekannt sind. Deshalb braucht es frühe und praxisnahe Berufsorientierung. Praktika, Ausbildungsmessen, Betriebserkundungen, Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen sowie individuelle Berufsberatung können helfen.
Die Bundesagentur für Arbeit verweist aktuell auf digitale Angebote zur Berufswahl, Beratungsangebote und Instrumente wie assistierte Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung. Solche Instrumente sind besonders wichtig für Jugendliche, die beim Übergang von Schule in Ausbildung zusätzliche Unterstützung benötigen.
Fachkräftesicherung ist mehr als Rekrutierung
Unternehmen können Fachkräfte nur halten, wenn die Region auch als Lebensort überzeugt. Wer nach der Ausbildung bleiben soll, braucht nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern oft auch bezahlbare Wohnung, verlässliche Mobilität, Freizeitangebote, medizinische Versorgung, Kinderbetreuung und Perspektiven für Partnerinnen oder Partner.
Für touristische und gesundheitliche Betriebe in Waren und der Müritzregion kommt hinzu, dass Arbeitszeiten nicht immer zu klassischen Busfahrplänen passen. Frühdienste, Spätdienste, Wochenenden und saisonale Spitzen stellen besondere Anforderungen.
Die aktuelle Arbeitsmarktlage zeigt Chancen und Druck
Im August 2026 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 9,1 Prozent. Gleichzeitig betont die Arbeitsagentur, dass Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen. Beides kann nebeneinander bestehen: Es gibt offene Stellen und zugleich Menschen, deren Qualifikation, Wohnort, Mobilität oder persönliche Situation nicht unmittelbar zu diesen Stellen passt.
Gerade deshalb sind Qualifizierung und Weiterbildung wichtig. Fachkräftesicherung sollte nicht nur auf Schulabgängerinnen und Schulabgänger schauen. Auch Beschäftigte, Arbeitsuchende, Wiedereinsteigerinnen, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen können durch Weiterbildung und Anerkennung vorhandener Kompetenzen zusätzliche Chancen erhalten.
Vier konkrete Fragen
Sandra Kallisch-Puchelt: praktischer Bezug, offene politische Position
Der berufliche Ausbildungsbezug Sandra Kallisch-Puchelts ist konkret dokumentiert. Ihre Tätigkeit im Kurzentrum Waren und die Begleitung von Auszubildenden ermöglichen einen authentischen Einblick in einen Ausbildungsbetrieb. Für eine politische Kampagne ist trotzdem wichtig, daraus nicht mehr abzuleiten als belegt ist.
Wenn Sandra Kallisch-Puchelt über die SPD-Landesliste in den Landtag einziehen sollte, wäre interessant, welche Prioritäten sie bei Berufsschulen, Ausbildungsförderung, Fachkräftegewinnung, Mobilität und Weiterbildung setzen würde. Die Antwort darauf soll von ihr selbst kommen.
FAQ zu Ausbildung und Fachkräften
Welche beruflichen Schulstandorte gibt es?
Der Landkreis listet unter anderem berufliche Bildungsangebote in Waren, Malchin, Neustrelitz, Demmin und Neubrandenburg sowie eine Berufliche Schule in Malchow.
Gibt es Internate für Berufsschüler?
Ja. Der Landkreis führt mehrere Internatsangebote auf.
Hat Sandra Kallisch-Puchelt praktische Ausbildungserfahrung?
Das Kurzentrum Waren führt sie als Direktionsassistentin. Auf der Teamseite beschreibt sie, dass sie Auszubildende im Hotelfach begleitet.
Wie hoch war die Arbeitslosenquote im August 2026?
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag sie im Landkreis bei 9,1 Prozent.
Was bedeutet TOP-Ausbildungsbetrieb 2026?
Die IHK Neubrandenburg zeichnete 71 Unternehmen für Ausbildungsqualität aus.
Ist die Fachkräftepolitik auf dieser Seite eine persönliche Position der Kandidatin?
Nein. Wo keine aktuelle persönliche Aussage belegt ist, formuliert die Seite offene Fragen.

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