Sandra Kallisch-Puchelt: Arbeit und Mittelstand in der Mecklenburgischen Seenplatte stärken
Thema 5 · Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 · Mecklenburgische Seenplatte
Arbeit und Mittelstand: Ganzjährige Wertschöpfung in der Mecklenburgischen Seenplatte stärken
Gute Arbeit, starke kleine und mittlere Unternehmen und neue wirtschaftliche Chancen sind entscheidend dafür, ob die Mecklenburgische Seenplatte langfristig attraktiv bleibt.
Die Wirtschaft der Mecklenburgischen Seenplatte ist vielfältig. Tourismus, Gesundheitswirtschaft, Handwerk, Handel, Dienstleistungen, Landwirtschaft, öffentliche Arbeitgeber und zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen prägen die Region. Viele Betriebe sind eng mit ihrem Ort verbunden und sichern Ausbildung, Arbeitsplätze und Versorgung. Gleichzeitig steht der Landkreis vor strukturellen Herausforderungen: große Entfernungen, Fachkräftebedarf, saisonale Schwankungen und die Frage, wie neue wirtschaftliche Impulse auch außerhalb der größeren Zentren entstehen können.
Im August 2026 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 9,1 Prozent. Damit gehörte der Landkreis gemeinsam mit Vorpommern-Greifswald zu den Landkreisen mit der höchsten Quote in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig betont die Arbeitsagentur, dass Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen.
Gute Arbeit und offene Stellen zusammenbringen
Eine Region kann gleichzeitig Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel erleben. Manche Stellen verlangen Qualifikationen, die vor Ort fehlen. Andere Arbeitsplätze liegen zu weit vom Wohnort entfernt oder sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar. Teilweise passen Arbeitszeiten und Betreuungspflichten nicht zusammen. Deshalb geht es um mehr als reine Vermittlung: Weiterbildung, Berufsorientierung, Mobilität und flexible Unterstützungsangebote können helfen.
Die Bundesagentur verweist auf berufliche Weiterbildung, Ausbildungsberatung und Unterstützungsinstrumente. Für die Mecklenburgische Seenplatte ist besonders wichtig, solche Instrumente mit regionalen Strategien zu verbinden.
Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 2025 nach Angaben des Wirtschaftsministeriums rund 8,2 Millionen Gästeankünfte und 33,3 Millionen Übernachtungen. Für die Mecklenburgische Seenplatte ist Tourismus besonders sichtbar. Hotels, Ferienanbieter, Gastronomie, Freizeitwirtschaft, Museen, Verkehr, Einzelhandel und Dienstleister profitieren von Gästen. Sandra Kallisch-Puchelt arbeitet als Direktionsassistentin im Kurzentrum Waren und hat dadurch einen belegten beruflichen Bezug zu Hotellerie, Gesundheit und touristischen Dienstleistungen.
Eine wirtschaftspolitische Herausforderung liegt darin, die touristische Nachfrage breiter zu nutzen. Wenn Gäste regionale Produkte kaufen, Handwerksbetriebe beauftragt werden, kulturelle Angebote besuchen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, entstehen zusätzliche Effekte. Gleichzeitig kann eine stärkere Ganzjährigkeit Beschäftigten mehr Planungssicherheit geben.
Wertschöpfung braucht Infrastruktur
Unternehmen brauchen Straßen, digitale Netze, Energie, Gewerbeflächen und erreichbare Beschäftigte. In der Seenplatte laufen 2026 mehrere Verkehrsprojekte, darunter der Ersatzneubau von Bahnbrücken an der B 192 in Waren, die Ortsdurchfahrt Burg Stargard und die Ortsumgehung Mirow. Gleichzeitig wurde der geförderte Glasfaserausbau in fünf Projektgebieten abgeschlossen. Mehr als 2.600 Kilometer Glasfaser und über 16.000 Anschlüsse wurden dabei nach Angaben des Landkreises realisiert.
Solche Investitionen sind nicht nur Infrastrukturpolitik. Sie beeinflussen, ob Betriebe digitale Prozesse nutzen, neue Geschäftsmodelle entwickeln, Personal im Homeoffice beschäftigen oder Kunden gut erreichen können. Gerade in ländlichen Räumen kann eine leistungsfähige digitale Infrastruktur Entfernung teilweise ausgleichen.
Unternehmensnachfolge und regionale Stabilität
Viele kleinere Betriebe hängen stark von einzelnen Unternehmerinnen und Unternehmern ab. Wenn kein Nachfolger gefunden wird, kann ein Unternehmen trotz guter Auftragslage verschwinden. Das betrifft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch lokale Versorgung und Ausbildung. Eine regionale Mittelstandspolitik sollte deshalb Gründung und Nachfolge, Finanzierung, Beratung und Bürokratie gleichermaßen betrachten.
Gerade für junge Menschen können Unternehmensgründungen und Betriebsübernahmen eine Perspektive sein. Wer in der Seenplatte ein Unternehmen aufbaut, braucht aber Zugang zu Kapital, Beratung, digitaler Infrastruktur und Fachkräften.
Gute Arbeit bedeutet mehr als Beschäftigung
Ob Menschen dauerhaft in einer Region bleiben, hängt auch von der Qualität der Arbeit ab. Planbare Arbeitszeiten, faire Bezahlung, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein respektvolles Arbeitsumfeld beeinflussen die Attraktivität eines Arbeitsplatzes. Besonders in Branchen mit Fachkräftemangel konkurrieren Unternehmen nicht nur miteinander, sondern auch mit anderen Regionen.
Für die Seenplatte stellt sich deshalb die Frage, wie Wirtschaftsförderung und gute Arbeitsbedingungen miteinander verbunden werden können. Förderung kann Investitionen ermöglichen, aber langfristige Bindung entsteht in den Betrieben selbst.
Vier wirtschaftspolitische Schwerpunkte
Was über Sandra Kallisch-Puchelt belegt ist – und was nicht
Belegt sind ihr Wohnort Waren, ihre Kandidatur auf Platz 49 der SPD-Landesliste und ihre aktuelle berufliche Tätigkeit als Direktionsassistentin im Kurzentrum Waren. Ebenfalls dokumentiert ist ein früher veröffentlichter Schwerpunkt zum nachhaltigen Tourismus in Waren und der Region.
Nicht belegt ist eine umfassende eigene wirtschaftspolitische Programmatik für die Landtagswahl 2026. Deshalb werden weder Förderversprechen noch konkrete Unternehmensprogramme oder Zielzahlen erfunden. Die Seite formuliert eine Frage danach, welche Prioritäten Sandra Kallisch-Puchelt setzen würde.
FAQ zu Arbeit und Mittelstand
Wie hoch war die Arbeitslosenquote im August 2026?
Die Bundesagentur für Arbeit nennt für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 9,1 Prozent.
Gibt es gleichzeitig Fachkräftebedarf?
Ja. Die Arbeitsagentur weist darauf hin, dass Arbeitgeber weiterhin Fachkräfte suchen.
Warum spielt Tourismus bei der Wirtschaftspolitik eine Rolle?
Tourismus erzeugt Nachfrage in Hotellerie, Gastronomie, Handel, Kultur, Verkehr und Dienstleistungen.
Welchen beruflichen Bezug hat Sandra Kallisch-Puchelt?
Sie wird aktuell als Direktionsassistentin im Kurzentrum Waren geführt.
Welche Infrastruktur ist für Unternehmen wichtig?
Unter anderem digitale Netze, Verkehrswege, Energieversorgung und eine gute Erreichbarkeit für Beschäftigte und Kunden.
Ist die Leitfrage ein Wahlversprechen?
Nein. Sie ist ausdrücklich eine Frage an die Kandidatin.

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